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Ausflug nach Bamberg

Auf zu den Zwiefeltretern.
Historische Alststadt von Bamberg
Am Samstag den 15. September früh um halb neun geht’s nach Bamberg. In die alte fränkische Kaiser- und Bischofsstadt „Babenberg“. So hieß sie im Mittelalter.
Schon um 902 finden wir eine Nennung als „Castrum Babenberch“ im Bereich des heutigen Domberges.
1007 dann die Gründung des Bistums durch Kaiser Heinrich II. und auch gleich der Beginn des Dombaus.
Zweimal brannte die Kathedrale nieder und erst im 13-Jahrhundert wurde sie wieder errichtet, so wie sie heute aussieht.

 


Nur die Freiwillige Feuerwehr kam viel, viel später. Schon Gorbatschow sagte dazu – wer zu spät kommt, den bestraft die Feuersbrunst, oder so ähnlich.
Bamberg, die Stadt der Zwiefeltreter, seit 1993 Weltkulturerbe, hat eine keineswegs langweilige Vergangenheit und einen kulinarischen Ruf, wie Donnerhall.
Die Stadt mit den großen Hochwassern, litt unter den Hexenverfolgungen, bekam trotzdem schon 1647 eine Universität.
Es entstand das „imaginäre Kreuz“, der wahrscheinlich erste Versuch, ein städtisches Raumordnungsverfahren auf klerikaler Basis zu erfinden.
Man schuf den Bamberger Reiter und das Hochzeitshaus.
Und zum guten Ende – hoffentlich wird´s auch eins – wagte man sich an die Landesgartenschau.
Aber man dachte auch an das Leibliche. So zieren die Speise- und Getränkekarten, neben Forelle und Frankenwein, Spezielles wie Würscht  und Zwetschgenbames.
Im Schlenkerla drinkt man Rauchbier, mancher säuft´s auch. Und damit es auch reicht, sorgt die Brauerei Fässla. Die älteste Braustätte in Bamberg. Sagt man.
Es gab viele Persönlichkeiten in Bamberg. Selbst heute glauben noch manche eine zu sein.
Aber zwei sind doch bemerkenswert.

Da wäre der Max Josef in Bayern.
Am 4. Dezember 1808 in Bamberg geboren, ein Herzog aus der Wittelsbacher Dynastie.
Er wurde kein Staatsmann, kein Regent. Er hatte reichlich, sogar sehr reichlich geerbt und wurde dafür sehr, sogar sehr unglücklich verheiratet.
Er baute sich ein Palais in der Münchner Ludwigstraße, das Herzog Max Palais, mit Sing-Cafe und Zirkusarena.
Er selbst vollführte dort Reitvorführungen zum Gaudi seiner Besucher und ging in die Kulturgeschichte ein, indem er die Zither, damals auch Lumpeninstrument genannt, in die höfischen Kreise einführte.
Nicht gerade unglücklich verheiratet ist die zweite Person.
Am 18.Mai 1950 wurde ein gewisser Thomas Gottschalk in Bamberg geboren. Nicht in Kulmbach, wie immer erzählt wird, Dort hat er sein Abitur gemacht und als DJ gewirkt. Scheint nachgewirkt zu haben.

Mit Musik und Gaudi hatten und haben beide reichlich zu tun.
Aber antreffen kann man die beiden selten in Bamberg. Den einen ganz selten, den anderen gar nicht.

So fahren wir also, die Soldaten und Reservisten Kameradschaft demnächst nach Franken.
Wer mag, kann mitfahren. Auch Zivilisten und sonstige Nichtmitglieder.

Zum Rauchbier und zu de Würscht. Den Dom mit den Bamberger Reiter anschaun und auf der Rednitz Schifferl fahren.

Übrigens, das Prädikat „Zwiefeltreter“ für die Bamberger kommt nicht von Ungefähr.
Bamberg war und ist und bleibt „Zwiebelland“ !
Um die „unterirdischen“ Zwiebel, die Schalotten, schön groß und würzig zu bekommen, musste man den „oberirdischen“ Lauch niedrig halten. Damit die Nährstoffe für das Wachstum der Zwiebel genutzt voll werden können.
Muss man immer noch. Trotz Computer und Pille.
Also banden sich die Bamberger, sie tun es wahrscheinlich immer noch, kleine Holzbrettchen unter die Schuhe und trampelten den Lauch einfach nieder.
Oft vergaßen sie nach dem Lauchgetrampel die Brettchen abzunehmen und klapperten eben so nach Hause.
Eben Zwiefeltreter.

 

 
Panzerfahrten

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